OpenBSD: File Sets und Firmware

Auf meinem privaten Notebook habe ich Arch Linux installiert und bin sehr zufrieden damit. Da Arch Linux eine Rolling Release Distribution ist, verfüge ich immer über top aktuelle Software.

Aber manchmal ist mir nach etwas Konservativen. Deshalb habe ich mich dazu entschieden, OpenBSD auf einem alten Notebook zu installieren (ja, ich weiss, ginge auch virtuell…).

Die Installation ist textbasiert, aber im Grossen und Ganzen recht selbsterklärend und wenn nicht, hilft der Installation Guide weiter.

Bei einem Punkt bin ich aber ein wenig gestrauchelt: Sobald der Installer nach den File Sets sucht, konnte ich diese nicht finden. Der Grund ist, dass zu diesem Zeitpunkt das Installationsmedium (USB-Stick) nicht mehr gemountet ist. Die Lösung ist einfach (wenn man sie kennt…):

Man gibt dem Installer an, dass die File Set auf einer Disk sind (Auswahl [disk]), anschliessend fragt der Installer, ob das Medium bereits gemountet sei. Wenn man hier verneint, zeigt der Installer eine Liste von verfügbaren Medien an. Die Auswahl ist wiederum selbsterklärend. Sobald man die Disk gemounted hat, kann man dem Installer den Pfad angeben, z.b /mnt/6.6/amd64.

Mein zweites Problem war, dass die Firmware meines WLAN Adapters und der Grafikkarte fehlte (sieht man in der Ausgabe von dmesg). Diese werden aus Lizenzgründen nicht aufs Installationsmedium gepackt. Diese habe ich wie folgt installiert:

  1. Ich habe einen USB-Stick mit ext2 formatiert (sudo mkfs.ext2 /dev/sdb1)
  2. Anschliessend habe ich die Firmwarepakete von http://firmware.openbsd.org/firmware/6.6/ via wget auf den USB-Stick geladen. (wget –recursive –no-parent http://firmware.openbsd.org/firmware/6.6/)
  3. Das nächste Problem war, das ich nicht wusste, wie das Device (USB-Stick welcher die Firmware enthält) unter OpenBSD heisst. sysctl hw.disknames zeigt die Disk an, z.b sd1, anschliessend kann man mit disklabel sd1 die Partition anzeigen lassen. Anschliessend mountet man die Partition ganz normal.
  4. ein fw_update -p /pfad/zum/usb-stick installiert die Firmware
  5. Fertig!

Als nächstes installiere und konfiguriere ich doas, so das ich nicht immer als root unterweg sein muss und installiere mir einen Windows Manager, bin gespannt welche Herausforderungen mich dort erwarten!

Mein Rezept gegen Jet-Lag

1998 war ich zum ersten Mal in einer anderen Zeitzone. Meine Freundin und ich flogen nach Mexiko und fuhren zwei Wochen auf eigene Faust durchs Land.

Als wir zurück kamen, schliefen wir im Flugzeug gemäss dem Tagesrhythmus in Mexiko. Wir kamen ausgeschlafen gegen 20:00 in Zürich an, fuhren mit dem Zug nach Hause und waren natürlich überhaupt nicht müde. Die nächsten 1-2 Wochen waren eine Qual: In der Nacht konnten wir nicht schlafen, am Tag waren wir hundemüde.

Jahre später war / bin ich arbeitsbedingt von Zeit zu Zeit auf Reisen und habe meine Strategie gegen Jet-Lag entwickelt:

Wenn ich am Zielort am Abend ankomme, versuche ich unterwegs so wenig wie möglich zu schlafen, so dass ich müde bin und schlafen kann. Wenn ich am Morgen an komme, versuche ich so viel wie möglich zu schlafen.

Ich muss dazu sagen, dass ich so ziemlich überall schlafen kann, zudem hilft ein Noise Cancelling Kopfhörer ungemein. Wenn nicht Schlafenszeit ist, aber ich schlafen „muss“ (da ich am Zielort am Morgen ankomme), klappt das natürlich nicht immer mit schlafen. Ich schliesse dann alle eins bis zwei Stunden die Augen und konzentriere mich auf meinem Atem. Das mache ich für 20-30 Minuten.

Natürlich bin ich den ersten Tag nach der Ankunft mehr müde als sonst und ich wache in der Nacht des Öfteren auf. Aber alles in allem hilft mir dieses Vorgehen, ohne grosse Schwierigkeiten in den neuen Tagesrhythmus zu kommen.

Ein Bild pro Tag

Ich habe bereits seit längerem mit dem Gedanken gespielt, täglich ein Bild zu posten. Für… sagen wir mal ein Jahr lang. Und so habe ich letzten Sonntag (22. September 2019) damit begonnen.

Ich habe mir dabei folgende Regeln aufgestellt:

Wie gesagt möchte ich ein Bild pro Tag veröffentlichen. Manchmal wird es schwer sein, überhaupt ein Bild zu finden, manchmal werde ich wohl die Wahl zwischen mehreren guten Kandidaten haben.

Kamera: Egal, Hauptsache ich habe am Ende eine jpg-Datei welche ich auf meinen Blog hochladen kann. Ich gehe davon aus, dass ich die meisten Fotos, sagen wir 2/3, mit dem Handy schiessen werde. Wenn immer möglich, werde ich versuchen, mit meiner Kamera zu fotografieren.

Das Bild muss am Tag aufgenommen worden sein, an dem ich es veröffentliche. Ich darf / will also nicht auf Vorrat fotografieren.

Was bezwecke ich damit?

Immer wenn ich meine Kamera dabei habe, fühlt sich das ein wenig ungewohnt an. Ich denke dabei an das zusätzliche Gepäck, erhöhte Sorgfalt etc. Auch wenn ich wohl die meisten Bilder mit dem Handy machen werde, versuche ich so oft es geht meine Kamera mitzunehmen. Dazu ist zu sagen, dass ich relativ leicht unterwegs bin: Die Kamera, ein Objektiv, that’s it (natürlich mit Tasche und / oder Tragegurt).

Ich fotografiere gerne, ich sehe das Experiment daher auch als Übung an.

Und nicht zuletzt freue ich mich, nach einer gewissen Zeit (sagen wir ein Jahr), die Bilder wieder anzuschauen und mich an die jeweilige Zeit zurück zu erinnern.

Die Fotos findet ihr jeweils unter folgendem Link, oder auf Twitter.