Ein Bild pro Tag

Ich habe bereits seit längerem mit dem Gedanken gespielt, täglich ein Bild zu posten. Für… sagen wir mal ein Jahr lang. Und so habe ich letzten Sonntag (22. September 2019) damit begonnen.

Ich habe mir dabei folgende Regeln aufgestellt:

Wie gesagt möchte ich ein Bild pro Tag veröffentlichen. Manchmal wird es schwer sein, überhaupt ein Bild zu finden, manchmal werde ich wohl die Wahl zwischen mehreren guten Kandidaten haben.

Kamera: Egal, Hauptsache ich habe am Ende eine jpg-Datei welche ich auf meinen Blog hochladen kann. Ich gehe davon aus, dass ich die meisten Fotos, sagen wir 2/3, mit dem Handy schiessen werde. Wenn immer möglich, werde ich versuchen, mit meiner Kamera zu fotografieren.

Das Bild muss am Tag aufgenommen worden sein, an dem ich es veröffentliche. Ich darf / will also nicht auf Vorrat fotografieren.

Was bezwecke ich damit?

Immer wenn ich meine Kamera dabei habe, fühlt sich das ein wenig ungewohnt an. Ich denke dabei an das zusätzliche Gepäck, erhöhte Sorgfalt etc. Auch wenn ich wohl die meisten Bilder mit dem Handy machen werde, versuche ich so oft es geht meine Kamera mitzunehmen. Dazu ist zu sagen, dass ich relativ leicht unterwegs bin: Die Kamera, ein Objektiv, that’s it (natürlich mit Tasche und / oder Tragegurt).

Ich fotografiere gerne, ich sehe das Experiment daher auch als Übung an.

Und nicht zuletzt freue ich mich, nach einer gewissen Zeit (sagen wir ein Jahr), die Bilder wieder anzuschauen und mich an die jeweilige Zeit zurück zu erinnern.

Die Fotos findet ihr jeweils unter folgendem Link, oder auf Twitter.

Ein Foto, welches ich schon lange schiessen wollte

Es war Ende Dezember 2016 wo ich mich kurzfristig am Abend entschied, noch Langzeitaufnahmen vom Sternenhimmel über dem Rosswald zu machen. Wir verbrachten dort unsere Winterferien und so macht ich mit einer der letzten Fahrten des Skilifts auf zum Speichersee auf der Kläna. Ich konnte nicht den ganzen Weg fahren, da der zweite Lift zu dieser Zeit bereits ausser Betrieb war. So lief ich mit der Kamera im, und dem Snowboard auf dem Rucksack hoch zum See. Oben angekommen war es noch nicht ganz dunkel und ich wartete. Während dieser Zeit machte ich ein paar Aufnahmen von der Umgebung, um mir die Zeit zu vertreiben. Aber meine kurzfristige Planung rächte sich sofort: Snowboardkleider sind dazu gemacht, sich darin zu bewegen. Wenn man zu lange still steht, bekommt man zu kalt. Das hatte ich nicht bedacht und begann zu frösteln. Das Problem war, dass es zwar schon recht dunkel war, aber der Himmel am Horizont immer noch gelb-orange leuchtete.

Da dachte ich mir: „Hm, das gäbe doch ein cooles Bild, wenn ich mich mit dem Snowboard davor stelle“. So kam folgendes Bild zustande:

Ich habe dann kurz darauf entschieden, es für den Abend sein zu lassen und zurück ins Chalet zu fahren. Ich war überrascht, wie gut das Bild gelungen ist. Mir bedeutet das Bild besonders viel, weil ich dafür hoch laufen musste. Auch wenn es keine grosse sportliche Leistung war. Zu dieser Zeit lief bei der Arbeit nicht alles rund, jedoch begann es sich zum Besseren zu wenden. Diese Bild ist quasi mein Symbolbild dafür.

Schon bald dachte ich mir „Ich könnte das gleiche Bild im Sommer mit dem Bike machen“. Aber im kommenden Sommer kam ich nie so recht dazu. Das Problem ist, dass man dort mit dem Bike hoch laufen muss, da es zu steil zum fahren ist. Zudem waren wir in diesem Sommer für sechs Wochen in den Ferien. Diesen Sommer (2018) nahm ich das Projekt endlich in Angriff und fuhr / lief mit dem Bike nochmals zum See hoch. Und hier das Resultat:

Der Ausschnitt und der Winkel sind nicht gleich, aber das kümmert mich nicht. Ich mag die Bike-Version genau so wie das erste Bild. Ich bin dankbar, in einem so schönen Land inmitten der Alpen zu leben und dies mit Snowboard und Bike „erfahren“ zu können.