Solaris (Hörbuch)

Gegen Weinachten habe ich mir Solaris bei Audible runtergeladen, habe aber damals nach rund 10-20 Minuten aufgehört „zu lesen“. Vor einem Monat entdeckte ich das Hörbuch auf meinem Telefon wieder und habe es seitdem zweimal gehört.

Die Geschichte handelt von Kris Kelvin, einem Psychologen welcher auf eine Raumstation im Orbit von Solaris gesandt wird. Solaris ist ein mehrere Lichtjahre entfernter Planet, welcher offenbar viele Geheimnisse birgt. Seine Aufgabe ist es heraus zu finden, was mit der Crew passiert ist. Was im weiteren Verlauf der Geschichte passiert, habe ich so noch nicht erlebt, doch lest selbst…

Der Autor, Stanislaw Lem ist zum Teil sehr ausführlich. Zum Beispiel erzählt er die Geschichte der Solaristik (Wissenschaft des Planeten Solaris) in all ihren Epochen, erwähnt die einzelnen Wissenschaftler und deren Forschungsfelder u.s.w. Auch bei anderen, scheinbaren unwichtigen Details ist er sehr ausführlich. Dies verleiht der Geschichte eine immense Tiefe und ich denke, ich werde das Buch noch mehrere Mal lesen um den gesamten Umfang fassen zu können. Bei einem Buch hätte mich diese Ausführlichkeit wohl gestört, aber bei einem Hörbuch ist es weniger anstrengend.

Ich kann nur schwer erklären, was mich an der Geschichte so fasziniert, sicher ist es auch Alessandro Juliani, welcher die einzelnen Charaktere mit eigenen Stimmen versieht und so eine tolle Stimmung schafft. Anderseits ist es die Story der drei Männer, welche Lichtjahre entfernt von der Erde auf einer high-tech Raumstation mit ihrem Schicksal hadern und bis zum Schluss nicht so genau verstehen, was passiert ist. Das Hörbuch ist wie ein melancholischer Song, welcher 8 Stunden dauert.

Ich habe mir gestern The Cyberiad von Stanislaw Lem gekauft, bin gespannt ob mich dieses Buch auch so fasziniert.

Weiterführende Links:

Das Buch wurde ingesamt dreimal verfilmt, unten findet ihr die Version von Andrei Tarkowski; Solaris (1972). Der Film ist in Russisch, englische Untertitel können jedoch aktiviert werden.

„Blackout“ im realen Leben

Vor einiger Zeit hat mir ein Freund das Buch „Blackout, Morgen ist es zu spät“ von Marc Elsberg ausgeliehen. Der Roman handelt von einem Stromausfall in ganz Europa (und später auch in der USA), welcher von Hackern verursacht wird. Das Buch ist sehr gut recherchiert und hat mehrere Handlungsstränge, welche sich an verschiednen Orten abspielen. Das Buch ist durchaus zu empfehlen. Aber das hier soll keine Buchkritik werden.

Ein Angriffspunkt im Roman sind sogenannte „Smart Grids“ und „Smart Meters“, also Stromnetze und Zähler welche sich dynamisch den Gegebenheiten anpassen. Und just diese Woche bin ich auf zwei Artikel gestossen, wo zwei Forscher die Sicherheit von Smart Metern unter die Lupe genommen haben und eine Lücke fanden, welche sich einfach ausnutzten lässt (Links siehe unten).

Dummerweise gibt es weltweit mehr als vier Millionen Geräte, welche das betroffene Protokoll verwenden. Ob und wie diese Geräte gesichert werden können, steht zur Zeit noch in den Sternen. Hoffen wir, dass der Roman von Marc Elsberg nicht zur Realität wird…

Links: