Goodbye Facebook, die Zweite

Kaum zu glauben, es ist bereits vier Jahre her, als ich das erste Mal meinen Facebook Account deaktivierte. Ich weiss nicht mehr genau wann und weshalb ich meinen Account später wieder aktivierte. Aber ich denke, dass ich kaum länger als sechs Monate „abstinent“ war.

Nun ist es wieder soweit, mein Facebook Account ist deaktiviert. Folgende vier Gründe haben mich dazu veranlasst:

Letzten Sommer war ich mit meiner Familie für sechs Wochen in den USA unterwegs und habe rund jeden zweiten Tag ein Fotos gepostet. Mit der Zeit kam ich mir vor wie der Typ aus der alten Werbung „Mein Haus, mein Auto, mein Boot„.

Dazu kam, dass ich von Zeit zu Zeit Posts von Bekannten sah, welche nachweislich falsch sind, aber wohl auf ewig im Internet zirkulieren, wie der Leserbrief das Asylanten mehr Geld bekämen als Rentner. Keine Ahnung warum, aber solche Sachen regen mich extrem auf.

Und ich habe gemerkt, dass ich manchmal auf Facebook rumgesurft bin, um mich von unangenehmen Aufgaben abzulenken, statt diese direkt anzugehen. Als dann bekannt wurde, dass Facebook Unternehmen wie Netflix und Spotify Zugriff auf vermeintlich private Daten seiner Nutzer gab, war es für mich klar, dass ich von der Plattform weg muss. Ich war mir bereits vorher bewusst, dass es um die Privatsphäre als Nutzer wohl nicht besonders gut bestellt ist und ich postete auch keine allzu private Sachen. Aber dies brachte das Fass zum überlaufen.

Ich nutzte immer noch Instagram, welches ja auch Facebook gehört. Langfristig überlege ich es mir, meine Bilder hier auf dem Blog statt auf Instagram zu posten. Auch wenn sich dadurch die Zahl jener die meine Bilder sehen wohl um 99% reduziert. Auch ist es mir klar, dass es beinahe unendlich viele Möglichkeiten gibt, aus uns Benutzern Profit zu schlagen. Aber das ist zumindest schon mal ein Anfang…

Zeit für einen neuen 3D-Drucker

Vor rund drei Jahren habe ich mir einen 3D-Drucker gekauft. Der „Da Vinci Junior“ ist ein Drucker für Einsteiger und vergleichsweise günstig. Jedoch stiess ich schon bald an die Grenzen des Druckers. Grössere Objekte mit wenig Details werden gut gedruckt, jedoch scheitert der Drucker bei filigranen, detailreicheren Teilen.

Deshalb habe ich mir nun den Prusa i3 MK3 Drucker gekauft, und zwar als Kit. Dadurch spare ich ein wenig und natürlich freue ich mich auch aufs zusammenstellen 🙂

Würde ich den „Da Vinci Junior“ nochmals kaufen? Jein, ich hätte mir damals wohl nicht direkt einen teureren Drucker gekauft, da ich ich nicht wusste, ob ich diesen überhaupt regelmässig brauchen werde. Aus heutiger Sicht würde ich jedoch direkt auf ein besseres Modell setzten.

Ein Foto, welches ich schon lange schiessen wollte

Es war Ende Dezember 2016 wo ich mich kurzfristig am Abend entschied, noch Langzeitaufnahmen vom Sternenhimmel über dem Rosswald zu machen. Wir verbrachten dort unsere Winterferien und so macht ich mit einer der letzten Fahrten des Skilifts auf zum Speichersee auf der Kläna. Ich konnte nicht den ganzen Weg fahren, da der zweite Lift zu dieser Zeit bereits ausser Betrieb war. So lief ich mit der Kamera im, und dem Snowboard auf dem Rucksack hoch zum See. Oben angekommen war es noch nicht ganz dunkel und ich wartete. Während dieser Zeit machte ich ein paar Aufnahmen von der Umgebung, um mir die Zeit zu vertreiben. Aber meine kurzfristige Planung rächte sich sofort: Snowboardkleider sind dazu gemacht, sich darin zu bewegen. Wenn man zu lange still steht, bekommt man zu kalt. Das hatte ich nicht bedacht und begann zu frösteln. Das Problem war, dass es zwar schon recht dunkel war, aber der Himmel am Horizont immer noch gelb-orange leuchtete.

Da dachte ich mir: „Hm, das gäbe doch ein cooles Bild, wenn ich mich mit dem Snowboard davor stelle“. So kam folgendes Bild zustande:

Ich habe dann kurz darauf entschieden, es für den Abend sein zu lassen und zurück ins Chalet zu fahren. Ich war überrascht, wie gut das Bild gelungen ist. Mir bedeutet das Bild besonders viel, weil ich dafür hoch laufen musste. Auch wenn es keine grosse sportliche Leistung war. Zu dieser Zeit lief bei der Arbeit nicht alles rund, jedoch begann es sich zum Besseren zu wenden. Diese Bild ist quasi mein Symbolbild dafür.

Schon bald dachte ich mir „Ich könnte das gleiche Bild im Sommer mit dem Bike machen“. Aber im kommenden Sommer kam ich nie so recht dazu. Das Problem ist, dass man dort mit dem Bike hoch laufen muss, da es zu steil zum fahren ist. Zudem waren wir in diesem Sommer für sechs Wochen in den Ferien. Diesen Sommer (2018) nahm ich das Projekt endlich in Angriff und fuhr / lief mit dem Bike nochmals zum See hoch. Und hier das Resultat:

Der Ausschnitt und der Winkel sind nicht gleich, aber das kümmert mich nicht. Ich mag die Bike-Version genau so wie das erste Bild. Ich bin dankbar, in einem so schönen Land inmitten der Alpen zu leben und dies mit Snowboard und Bike „erfahren“ zu können.