Blick in die Kristallkugel

Neulich fiel mir eine Begebenheit ein, welche bereits 11 Jahre zurückliegt. Ich kann mich glasklar daran erinnern, keine Ahnung warum. Zumal ich manchmal vielmals eine Woche später nicht mehr weiss was ich wann gemacht habe. (Oder das ich etwas überhaupt gemacht habe)

Als ich 1998 in der RS war, habe ich mir aus langeweile Gedanken gemacht, wie der Computer in Zukunft aussehen würde. Interessant ist, dass ich damals keine Ahnung von IT hatte. Umso mehr überrascht mich meine damalige Erkenntnis:

– Der Computer besteht aus einer rollbaren Tastatur und rollbarem Display

– Die Daten sind nicht lokal auf dem Gerät, sondern irgendwo im Internet

Okay, die Geräte sind noch nicht rollbar, jedoch sind heute brauchbare Endgeräte erstaunlich klein, wie das Netbook auf welchem ich dies schreibe. Auf was ich aber viel mehr stolz bin: Ich habe vor 11 Jahren das Cloudcomputing vorausgesagt! Gartner sollte mich engagieren 😉

Was aber merkwürdig ist, dass ich mir damals nicht Gedanken darüber gemacht habe, für was man Computer in der Zukunft verwenden wird und wie das unser Leben verändern würde. Es ging mir nicht um die Möglichkeiten, es ging mir um das Gerät, die Technik.

So, what`s next?

Wirtschaftsinformatik, ein Widerspruch in sich?

Aus wirtschaftlicher Sicht ist die Informatik (IT) ein nötiger Kostenfaktor. Für das Management ist die IT wohl vielmals eine Blackbox; man investiert relativ viel Geld, aber der direkte Nutzten kann man nur schwer messen.

Aus der Sicht der Technik, der Informatik (IT) steht ihre Daseinsberechtigung ausser Frage, ohne sie kann das Unternehmen ja nicht existieren. „Weshalb reiten die Ökonomen immer so auf unseren Kosten rum?“

Zwei Sichten auf ein Gebiet.

Die IT in den meisten Unternehmen ist historisch gewachsen. IT wurde eingeführt, als sie noch ein Enabler war, ein Vorsprung vor der Konkurrenz. Kosten spielten eine untergeordnete Rolle.

Mit der Zeit hat sich die Situation geändert, die Veränderung wurde wahrgenommen und entsprechende Ansätze / Methoden entwickelt.
Zu diesem Zeitpunkt kam es zu einem Bruch mit der IT, der Technik. Die „Techies“ wurden nicht mitgenommen, die Entwicklung der Ansätzte / Methoden zur Standardisierung, Flexibilisierung wurde ohne sie wahrgenommen.

Jupi, ich bin nun ein 5/9 Bachelor of Science!

…das ist zwar knapp die Hälfte, aber froh bin ich trotzdem.
Es hat eine Weile gedauert, bis ich mich an den passenden Lern- und Arbeitsrythmus gewöhnt habe. (Zumal ich 100% arbeite)

Dann auf ins 6. Semester! Wird sicher wieder spannend.

Gruss an „meine“ Klasse in Basel!
Bruno