Bike Halterung Garmin Fenix

Ich habe die Garmin Fenix 3 nun seit rund viereinhalb Jahren und bin immer noch sehr zufrieden. Schon bei der ersten Fahrt auf dem Bike stellte sich heraus, dass ich eine Halterung für den Lenker benötige. Einerseits weil man die Hand vom Lenker nehmen muss um auf das Display zu schauen, anderseits weil die Uhr bei Abfahrten am Handgelenk schmerzt.

Ich habe mir damals eine Halterung von Garmin gekauft, mit welchem man die Uhr mit Hilfe des Armbandes befestigen kann.

Original Garmin Halterung

Mein Lenker ist breit genug, so dass für die Halterung genügend Platz vorhanden ist. Aber sind wir ehrlich, besonders cool sieht es nicht aus, aber irgendwie hat es mich nie so richtig gestört.

Ein Bekannter (der auch eine Garmin Fenix besitzt…) meinte: „Du hast doch einen 3D-Drucker, du könntest eine Halterung selbst bauen. Dies brachte mich dazu, erstmal auf Thingiverse zu stöbern und bin auf folgende Halterung gestossen:

Quelle: Thingiverse

Mit dem Verschluss unten war ich schon direkt nicht zufrieden, druckte das Teil aber zuerst einmal aus. Merkwürdigerweise passte weder meine Fenix 3 noch die 5er meines Bekannten. So machte ich mich daran, grössere Anpassungen zu machen:

  • Den Verschluss unten habe ich so umgebaut, dass man den Verschluss eines Fenix 5 Armbandes verwenden kann (dieses ist jedoch anschliessend nicht funktionsfähig)
  • Ich habe eine grössere Aussparung unter der Uhr vorgesehen, damit auch der Herzfrequenzsensor der 5er hinein passt.
  • Mein Vorbau ist kürzer, so habe ich die ganze Halterung höher gestaltet, damit es passt.

Und so sieht das Ganze aus:

Diese Woche habe ich die erste Testfahrt absolviert, die Halterung funktioniert bestens.

Montage

Wie bereits erwähnt muss man ein Fenix 5 Armband opfern, da dessen Schnellverschluss benötigt wird. Mit einem Schraubenzieher müssen die beiden kleinen Schrauben gelöst werden. Vorsicht: Die drei Federn darunter neigen dazu, weg zu springen.

Vorsicht mit den drei Federn unter dem Mechanismus…

Anschliessend montiert man das abmontierte Teil auf der Halterung. Die beiden Löcher habe ich ein wenig zu gross gemacht, daher habe ich noch ein wenig Sekundenkleber verwendet.

Die Halterung selbst bringt man anschliessend mit zwei Kabelbindern am Vorbau an. Ich habe noch ein kleines Stück Moosgummi zugeschnitten und unten angebracht, so dass der Kunststoff nicht direkt Kontakt mit dem Metall hat.

Unterstützte Uhren

Bisher habe ich die Halterung erfolgreich mit meiner Fenix 3 und einer Fenix 5X getestet.

Link zum STL-File.

Mit e-Bike in die Saison 2020

Quelle: cube.eu

Letzte Woche habe ich mir ein e-Bike bestellt, kurz nachdem ich beim Grand Raid dieses Jahr 31 Minuten schneller als letztes Jahr abschnitt. Es liegt also nicht daran, dass ich mich alt und / oder schwach fühle 🙂

Spass bei Seite, weshalb also ein e-Bike?

Reichweite

Mit gleichem Zeitaufwand und Trainingsintensität kann ich mit einem e-Bike viel mehr (Trail-)Kilometer absolvieren. Mehr Kilometer = mehr Spass!

Dynamik

Eine höhere Geschwindigkeit fühlt sich einfach gut an. Mit dem e-Bike gilt das nun auch Bergauf.

Neue Horizonte / Trails

Bergauf fahre ich meistens auf (Natur-)Strassen. In vielen Fällen gäbe es auch eine Trail, aber diese sind mit Muskelkraft nicht oder nur schwer machbar. Mit dem e-Bike werden auch diese fahrbar.

Fahrtechnik

Bei diesem Grund bin ich mir nicht ganz sicher, ob es überhaupt funktioniert, meine Theorie: Wenn ich mit einem viel schwereren Bike auf Trails unterwegs bin, werde ich anschliessend mit dem „normalen“ Bike sicherer fahren können. Wir werden sehen, ob diese funktioniert.

Grand Raid 2019

Mein Bike, bereit für den Grand Raid 2019

Nachdem ich im letztes Jahr ins Ziel eingefahren bin, war für mich klar, dass ich dieses Jahr wieder am Grand Raid (Hérémence – Grimentz, 68km, 2’996 m Höhenunterschied) starten würde.

Bevor ich zu meiner Vorbereitung, dem Rennen und Resultat komme, möchte ich Michael Walker für die Organisation und allen Helfern für die Unterstützung vor und während dem Rennen danken. Und natürlich gratuliere ich allen meinen Teamkollegen zum erfolgreichen finishen des Rennens!

Vorbereitung

Was die Vorbereitung betrifft, habe ich dieses Jahr nicht viel anders gemacht als im letzten Jahr, oder zumindest nicht bewusst. Ich habe rund 500km mehr, aber um die 2500m weniger Höhenmeter gemacht. Das liegt daran, dass ich ein paarmal mehr mit dem Rennrad unterwegs war.

Trainingszeit (h:m:s)KilometerHöhenmeter
2018158:09:332620.88 km38074 m
2019161:01:303115.81 km36167 m

Die Daten beinhalten alle Trainings vom 1. Januar bis jeweils zum Rennen.

Rennen

Zu Beginn bin ich mit einem Kollegen gefahren, der im letzten Jahr in etwa die gleiche Zeit hatte wie ich. Nach einer Weile merkte ich jedoch, dass ich durchaus noch schneller fahren kann und so zog ich alleine weiter.

Ich hatte während dem ganzen Rennen nie grössere Probleme. Und am Wichtigsten: Ich war immer guter Dinge. Ich bemerkte, dass die Durschnittsgeschwindigkeit jeweils höher war als im letzten Jahr und auf dem Pas de Lona wurde mir bewusst, dass ich es unter sechs Stunden schaffen könnte.

Resultat

Kurz: Ich war 31 Minuten schneller als im letzten Jahr! Ich bin nach 6:03.13,1 ins Ziel eingefahren.

Im Detail:

ZwischenzeitVorsprung zum 2018
Mandelon0 min
Evolène8 min
Eison12 min
L’a Vieille18 min
Pas de Lona25 min
Moiry30 min
Grimentz (Ziel)31 min
Hérémence – Grimentz

Fazit

Auch wenn es streng und unangenehm wird (und das wird es an einem Rennen), muss man stets eine positive Grundhaltung bewahren. Jammern hilft eh nix!

Mein Diplom