Liebeserklärung ans Velo

Puh, das hier wollte ich schon lange schreiben:

Ich liebe Fahrräder (anschliessend „Velo(s)“ genannt)

Aber ich bin mir nicht sicher, ob „lieben“ das korrekte Wort ist. Lass es mich erklären: Velos verkörpern für mich Freiheit. Man ist schnell, geräuschlos, spürt den Fahrtwind. Immer noch viel klarer, oder? Lass mich weiter ausführen:

Ich kann mich noch an alle meine Velos erinnern. Ich erinnere mich, als ich das erste Mal ohne Stützräder gefahren bin und mein Vater diese am Abend abmontierte.

Es ist nicht immer eitel Sonnenschein. Manchmal regnet es, ist kalt oder die Sonne brennt. Manchmal gibt es Stürze und man gerät sonstwie an seine Grenzen. Aber dies tut meinem Bezug zum Velo kein Abbruch, eher im Gegenteil.

Wenn ich an die ersten Ausfahrten im Frühling denke, fühle ich den Geruch frischer Luft, an Ausfahrten im Sommern erinnert mich wie der Schweiss den Kopf runter rinnt und vom Fahrtwind getrocknet wird. Und schliesslich im Herbst flashen mich die ganzen Farben und die klare Sicht.

Ich freue mich schon bald wieder in die Pedale zu treten!

Ein Foto, welches ich schon lange schiessen wollte

Es war Ende Dezember 2016 wo ich mich kurzfristig am Abend entschied, noch Langzeitaufnahmen vom Sternenhimmel über dem Rosswald zu machen. Wir verbrachten dort unsere Winterferien und so macht ich mit einer der letzten Fahrten des Skilifts auf zum Speichersee auf der Kläna. Ich konnte nicht den ganzen Weg fahren, da der zweite Lift zu dieser Zeit bereits ausser Betrieb war. So lief ich mit der Kamera im, und dem Snowboard auf dem Rucksack hoch zum See. Oben angekommen war es noch nicht ganz dunkel und ich wartete. Während dieser Zeit machte ich ein paar Aufnahmen von der Umgebung, um mir die Zeit zu vertreiben. Aber meine kurzfristige Planung rächte sich sofort: Snowboardkleider sind dazu gemacht, sich darin zu bewegen. Wenn man zu lange still steht, bekommt man zu kalt. Das hatte ich nicht bedacht und begann zu frösteln. Das Problem war, dass es zwar schon recht dunkel war, aber der Himmel am Horizont immer noch gelb-orange leuchtete.

Da dachte ich mir: „Hm, das gäbe doch ein cooles Bild, wenn ich mich mit dem Snowboard davor stelle“. So kam folgendes Bild zustande:

Ich habe dann kurz darauf entschieden, es für den Abend sein zu lassen und zurück ins Chalet zu fahren. Ich war überrascht, wie gut das Bild gelungen ist. Mir bedeutet das Bild besonders viel, weil ich dafür hoch laufen musste. Auch wenn es keine grosse sportliche Leistung war. Zu dieser Zeit lief bei der Arbeit nicht alles rund, jedoch begann es sich zum Besseren zu wenden. Diese Bild ist quasi mein Symbolbild dafür.

Schon bald dachte ich mir „Ich könnte das gleiche Bild im Sommer mit dem Bike machen“. Aber im kommenden Sommer kam ich nie so recht dazu. Das Problem ist, dass man dort mit dem Bike hoch laufen muss, da es zu steil zum fahren ist. Zudem waren wir in diesem Sommer für sechs Wochen in den Ferien. Diesen Sommer (2018) nahm ich das Projekt endlich in Angriff und fuhr / lief mit dem Bike nochmals zum See hoch. Und hier das Resultat:

Der Ausschnitt und der Winkel sind nicht gleich, aber das kümmert mich nicht. Ich mag die Bike-Version genau so wie das erste Bild. Ich bin dankbar, in einem so schönen Land inmitten der Alpen zu leben und dies mit Snowboard und Bike „erfahren“ zu können.