Syncthing auf Synology NAS

Ich fand Bittorrent Sync (wurde umbennant in Resilio) eine tolle Idee: Man kann Ordner und Dateien zwischen mehreren Computern synchronisieren, ohne dass die Daten auf einem fremden Rechner liegen.

Jedoch stört mich, dass das Protkoll (oder dessen Spezifikation) nicht offen ist. Daher habe ich mich nach einer offenen Variante umgeschaut und wurde bei Syncthing fündig. Die Installation auf einem Synology NAS ist einfach und hier beschrieben. Aber das Ganze hat einen Hacken: Wenn man nach der Installation einen synchronisierten Ordner anlegt, liegt dieser automatisch auf „/usr/local/syncthing„, und dort hat es nicht gerade viel freien Diskplatz. Ich habe mir wie folgt beholfen:

  • Zuerst habe ich einen neuen Ordner „Sync“ unter dem Raid-Volumen erstellt (bei mir /volume1/sync)
  • Und anschliessend habe ich den Besitzer des Ordners angepasst, so das syncthing darauf zugreifen / schreiben kann: chown -R syncthing:users /volume1/sync
  • Um am Schluss habe ich noch einen Link nach „/usr/local/syncthing“ erstellt: cd /usr/local/syncthing, dann  sudo ln -s /volume1/sync sync

Anschliessed können die darin erstellten Ordner und Dateien wie gewohnt geteilt werden.

NAS Umzug

Neulich habe ich mir ein neues NAS gekauft und musste natürlich die Daten vom bestehenden NAS übernehmen. Da beide Systeme mit Linux laufen, konnte ich auf rsync zurückgreifen. Ich musste lediglich auf dem neuen NAS SSH und rsync aktivieren. Da ich das gesamte root-Verzeichnis kopieren wollte und dort viele Systemverzeichnisse liegen welche ich nicht brauche, erstellte ich zuerst eine Textdatei mit den Verzeichnissen, welche ich ausschliessen wollte (Verzeichnisse als Liste, unten „exclude.me“ gennant). Das bestehende NAS ist mit seinem ARM Prozessor wenig schwach auf der Brust, so dass das Kopieren die CPU zu 100% auslastet. Daher habe ich mit „nice“ die Priorität des rsync Prozesses runtergesetzt. Das gesamte Kommando sieht dann wie folgt aus:

nice -n 20 rsync -aP --exclude-from=exclude.me /source/directory <admin>@<target-ip>:/target/directory

Das Schöne an rsync ist, dass man den Kopierprozess (oder besser Syncprozess) bei einem Abbruch wieder starten kann, ohne das die Daten nochmals kopiert werden, welche bereits übernommen wurden.

Am Ende schaute ich noch mit:

find source/source/ -type f | wc -l

(ausgeführt auf beiden Systemen), ob auch alle Daten kopiert wurden.

California NAS

Mein Raspberry Pi hat bereits viele Funktionen wahrgenommen. Diesen Sommer hat er einen Job als mobiles NAS (Network Attached Storage) gefasst. Wir sind mit dem Bus (VW California) unterwegs und da ist freier Stauraum sehr wertvoll. Ich möchte ein paar Filme für die Kinder dabei haben, aber nicht ein Stapel DVD’s mitschleppen. Ausserdem möchte ich die Fotos von Zeit zu Zeit irgendwo sichern. Das ganze habe ich wie folgt umgesetzt:

  • Raspberry Pi Modell B
  • Plastikgehäuse
  • 128GB SD Karte für OS und Daten (Filme und Fotos)
  • WLAN Stick
  • USB Micro-SD Adapter, damit ich die Fotos von der Kamera auf das NAS laden kann
  • USB-Adapter für den Zigarettenanzünder
  • Batteriepack mit USB Anschluss als Buffer bei Strom- Ausfall / Unterbruch

Hier beschreibe ich die Konfiguration des Raspberry Pi.

Wenn sich mein „California NAS“ diesen Sommer bewährt, werde ich es nach den Ferien noch mit einen An- / Aus- Schalter ausstatten, welches das NAS normal runterfährt oder startet. Zur Zeit muss ich die Fotos von der SD-Karte noch manuell auf das NAS kopieren, später möchte ich das noch automatisieren.