Mit e-Bike in die Saison 2020

Quelle: cube.eu

Letzte Woche habe ich mir ein e-Bike bestellt, kurz nachdem ich beim Grand Raid dieses Jahr 31 Minuten schneller als letztes Jahr abschnitt. Es liegt also nicht daran, dass ich mich alt und / oder schwach fühle 🙂

Spass bei Seite, weshalb also ein e-Bike?

Reichweite

Mit gleichem Zeitaufwand und Trainingsintensität kann ich mit einem e-Bike viel mehr (Trail-)Kilometer absolvieren. Mehr Kilometer = mehr Spass!

Dynamik

Eine höhere Geschwindigkeit fühlt sich einfach gut an. Mit dem e-Bike gilt das nun auch Bergauf.

Neue Horizonte / Trails

Bergauf fahre ich meistens auf (Natur-)Strassen. In vielen Fällen gäbe es auch eine Trail, aber diese sind mit Muskelkraft nicht oder nur schwer machbar. Mit dem e-Bike werden auch diese fahrbar.

Fahrtechnik

Bei diesem Grund bin ich mir nicht ganz sicher, ob es überhaupt funktioniert, meine Theorie: Wenn ich mit einem viel schwereren Bike auf Trails unterwegs bin, werde ich anschliessend mit dem „normalen“ Bike sicherer fahren können. Wir werden sehen, ob diese funktioniert.

Elektrifiziert auf dem Trail

Gestern war ich das erste Mal mit einem E-Bike (Simplon e-Kibo 275) auf einem Trail unterwegs. Ich bin zuvor mit E-Bikes gefahren, aber noch nie auf einem Trail. Anbei meine Eindrücke dieser Ausfahrt:

Bergauf

Bergauf macht ein E-Bike sicher am meisten Spass. Den je nach gewählter Unterstützungsstufe fliegt man förmlich den Berg hinauf. Es ist nicht so, dass es weniger anstrengend wäre als ohne Unterstützung, man ist halt schneller unterwegs und hat dadurch auch einen grösseren Radius.

Cross Country

Das e-Kibo ist ca. 10 Kilo schwerer als ein herkömmliches Bike. Das merkt man beim Verhalten der Federung und beim Bremsen, aber daran gewöhnt man sich schnell. Gewöhnungsbedürftiger ist, dass man schneller Schwung verliert, wenn man aufhört in die Pedal zu treten und dass man durch das höhere Gewicht weniger mit „Pumpen“ (Schwung ausnutzten, Gewicht verlagern) ausrichten kann.

Downhill

Bergab spürt man das höhere Gewicht beim Bremsen und die Federgabel / der Dämpfer scheinen ein wenig überfordert zu sein. Dazu muss man aber sagen, das die Federung am besagten Bike nicht auf mich abgestimmt waren und mein Bike mehr Federweg hat.

Fazit

Alles in allem hat die Ausfahrt riesig Spass gemacht. An keinem Zeitpunkt dachte ich „ach, mit einem normalen Bike wäre dieser Abschnitt viel besser“. Das Fahrverhalten ist anders, klar, aber ebenso ist ein Cross Country Bike anders als ein All-Mountain.

Sind E-Bikes nur für alte Leute? Nein, meiner Meinung nach nicht. Ich war genauso ausgepowert wie nach einer „normalen“ Ausfahrt, nur dass wir mehr Kilometer gefahren sind.

Gehören E-Bikes auf den Trail? Warum nicht? Denke nicht dass sich nun viel mehr (untrainierte) Leute auf die Trails wagen. Die welche sich mit einem herkömmlichen Bike nicht auf den Trail trauten, tun das sicher auch nicht mit dem E-Bike. Zumal dass das zusätzliche Gewicht ein wenig mehr Fahrkönnen erfordert.

Würde ich auf ein E-Bike umsteigen? Ich würde nicht exklusiv auf ein E-Bike umsteigen wollen. Idealer fände ich beides zu haben: Ein E-Bike für längere Touren oder kürzere Ausfahrten wo ich trotzdem eine gewisse Strecke fahren möchte (um z.B in ein gewisses Gebiet zu kommen) und ein „normales“ Bike für Action, flowige Trails und technische Abfahrten.