Lieber Bruno….

Heute durfte ich mein Armeematerial abgeben, will heissen: Ich muss nie mehr in den WK! Aus diesem Grund schreibe ich ein Brief an Bruno (mich) zurück ins Jahr 1998, als ich meinen ersten WK absolvierte:

Lieber Bruno,

Ich bin es, Bruno. Ja, Du in 12 Jahren. Ich will Dir jetzt nicht zu viel von Deiner Zukunft erzählen. Ich will ja nicht, dass das Raum-Zeit Kontinuum aus den Fugen gerät. Aber soviel sei gesagt: Im Jahr 2010 wirst Du Dein letzten WK absolvieren, ja richtig, Du / Ich bin dann 32 und nicht 42, wie Du im ersten WK ausgerechnet hast. Auch wenn Du drei Mal den WK verschieben wirst. In der Zwischenzeit wird es eine Armeereform geben, die die Anzahl der zu leistenden Tage schwinden lassen wird.

Da beste: Es ist ein geiles Gefühl, am letzten WK-Tag mit dem Zug heim zu fahren. Es wird die Sonne scheinen und Du wirst mit einem „Walkman“ Musik hören, der gleichzeitig auch Dein Telefon ist! Krass nicht? Aber das ist nur die halbe Wahrheit, das ist nicht nur ein Telefon, sondern ein kleiner Computer!

Und noch besser: An dem Tag, wo Du Dein Armeematerial abgeben kannst, fühlt sich noch viel besser an. Also, nicht verzweifeln und durchhalten. Und: Nicht so schlimm wenn Du etwas von dem Material verlierst, wenn es nicht gerade das Gewehr ist, das stört kein Mensch. Wenn Du dann das Material abgegeben hast, wirst Du in ein Restaurant fahren, ein Kaffee trinken, ein Stück Apfelkuchen essen (ja, den hast Du dann immer noch gerne) und diesen Text schreiben, auf einem Computer, der gerade mal 1 kg wiegt und wirst das über Dein Telefon ins Internet laden. Weisst Du eigentlich, was das Internet ist? Egal, Du wirst es noch früh genug erfahren.

Also, hab ne schone Zeit

Bruno

4 thoughts on “Lieber Bruno….

  1. Eine sehr schöne Zeitreise!
    Krass wenn man sich mal etwas zurück errinnert was damals alles noch nicht war…

  2. Love it =) Vorbildlich, dass du Vergangenheitsbruno nicht gesagt hast, er solle in Apple investieren.

    Gegenwarts- und Zukunftsandi sind jedenfalls sehr neidisch auf Bruno 🙂 Denn die beiden haben noch so einige Diensttage vor sich.

    Grüessli,
    A

  3. Lieber Bruno vor 12 Jahren – das Internet ist das, was für einen Privatanwender jetzt noch 12’000 Franken im Monat kostet und nur aus Text besteht. Aber keine Sorge, in 12 Jahren schmeissen sie’s dir hinterher und mit deinem Job in der Lonza kannst Du dir das dann auch locker leisten! 😉

  4. Hallo zusammen,

    Ja, damals war das noch ein wenig anders… Ich hatte damals ein Handy. Ein Erricsson SH888 (http://jamesoff.net/site/wp-content/uploads/2008/02/dsc_4159.jpg) soweit ich weiss. Das Internet kannte ich bereits, damals entstand das hier: http://blog.zuberonline.net/2009/03/14/blick-in-die-kristallkugel/.

    @Andi: Ja, da gibt es schon den einen oder anderen Insider Tip, den ich mir hätte verraten können 🙂

    So, arbeite noch ein wenig, übrigens habe ich davon auch bereits einmal geschrieben: http://blog.zuberonline.net/2010/09/28/wiederherstellen-von-geloschtem-content-in-documentum-dcm/, da hat es mal wieder jemand geschafft…. grrrr….

    Gruss, mäld mi ab!
    Ristl Pi Zuber

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